Unsere Lehrkräfte nehmen Flüchtlingsfamilien auf
Published by Hansjörg Enz on
Lehrerfamilien nehmen Flüchtlinge auf

Das Bild zeigt links unsren Erstklasslehrer François (rotkariertes Hemd) mit seiner Frau und ihren drei Kindern. Daneben zwei Frauen und sechs Kinder. Sie sind geflohen vor den Kämpfen zwischen den Truppen der M23 und denen der Wazalendo. Unsere Schule liegt im Gebiet, das die M23 Mitte Februar erobert hat. Die Wazalendo, Freiwilligentruppen, versuchen seither die M23 zurückzudrängen. Das Kampfgebiet liegt nur etwa 20 Kilometer von unserer Schule entfernt. Alle unsere Lehrkräfte haben geflüchtete Familien aufgenommen: Bei Lehrer Elia lebten im Juli gleich drei Flüchtlingsfamilien, Lehrerin Francine beherbergte 11 zusätzliche Personen, so berichteten sie in Briefen, die sie uns geschrieben haben.
In dieser Notlage unterstützt unser Verein das Team finanziell so stark wie möglich.

Übersetzung:
Elia Mwalungwe, Lehrer
Bei mir zu Hause leben wir in schwierigen Verhältnissen: Unsicherheit und Hunger
*Derzeit lebe ich mit drei Haushalten, die bei mir Asylbewerber erhalten.
* In dieser Zeit habe ich bereits zweimal Hilfe aus der Schweiz erhalten
* Diese Hilfe hat mir viel geholfen (erspart) gegen den Hunger, der uns schwer zu schaffen macht.
* Diese zweimalige Hilfe hat mir geholfen und generell allen meine Kolleg*nnen
* Allerdings: Jeder Beitrag ist in dieser schwierigen Zeit willkommen, wo ein Haushalt mindestens drei obdachlose Familien aufnimmt sie aber nur schlecht und recht unterstützen kann,

Francine Cizungu, Lehrerin an der EP Milondola / Ikoma
– In meiner Familie leben wir zu elft: ich, mein Mann, meine sechs Kinder, meine Mutter, eine Tante väterlicherseits mit einem Waisenkind.
– Wir leben in dieser Familie aufgrund der Unsicherheit und der Hungersnot in schwierigen Verhältnissen.
– In dieser Kriegszeit habe ich ausserdem zwei Haushalte aus Kaniola aufgenommen
– eine Witwe mit sechs Kindern, zwei Mädchen und vier Jungen
– einen weiteren Haushalt mit fünf Personen, darunter ein Vater, eine Mutter und drei Kinder.
– Derzeit leben 12 Menschen bei uns.
– Früher haben wir 15 Dollar pro Tag ausgegeben, heute sind es bereits 22 Dollar, um alle zu versorgen.
– Früher haben ein bis zwei Personen in einem Zimmer geschlafen, jetzt sind es drei bis vier Personen in einem Zimmer und weitere im Wohnzimmer auf einer Plane.
– In dieser Krisenzeit habe ich bereits zweimal Hilfe aus der Schweiz erhalten, und diese Hilfe hat mir die Schwierigkeiten erspart, diese Menschen zu ernähren.
– Sie war sehr hilfreich für meine Familie und die Asylanten, die bei mir leben.
– Deshalb ist jede Form von Hilfe in dieser für die Kongolesen schwierigen Zeit willkommen.