Unsere Organisationen

Schweiz: Verein Maendeleo

Der Verein Maendeleo wurde 2009 gegründet von Hansjörg Enz, der zwei Jahre als Entwicklungshelfer im Bukavu, Demokratische Republik Kongo, arbeitete. Der Vorstand des Vereins leitet seither die Projekte von der Schweiz aus und ist für das Spendenwesen verantwortlich. Der Verein ist offiziell anerkannt, SpenderInnen erhalten auf Wunsch eine Bescheinigung und können Spenden bei den Steuern geltend machen.

Kongo: Fondation Milondola

Im Jahre 2010 wurde klar, dass wir auch eine Partner-Organisation im Kongo aufbauen müssen, wir gründeten die Fondation Milondola. Sie betreut alle Projekte vor Ort. Maendeleo und Milondola stehen in engem Kontakt per Telefon, Mail und Skype.

Unsere Schule

Der Besuch unsrer Primarschule Milondola ist jedes Mal eine Freude, so war es auch bei zwei Besuchen während der Planungsreise vom Hansjörg und Peter Staub im Januar/Februar 2017. Seit 2009 gehen dort jedes Jahr über 250 Mädchen und Buben in 6 Klassen zur Schule.
10 Jahr Jubiläum mit Zusatzbau?

10 Jahr Jubiläum mit Zusatzbau?

2019 wird die Primarschule Milondola 10 Jahre alt. Im Jubiläumsjahr möchte der Verein Maendeleo ein neues Gebäude erstellen. Dies wird nötig, weil im Kongo die Primarschulzeit von 6 auf 8 Jahre verlängert wird.

Im Jahre 2008 ging ich als Entwicklungshelfer in die DR Kongo. Nach wenigen Monaten vor Ort liess ich mich dazu verleiten, der Lehrerin Nabintu zu helfen, eine Primarschule in Ikoma zu bauen. Nabintu unterrichtete damals in einer Hütte aus Holzstangen und weissen Unesco-Blachen. Sie meinte, ein Schulhaus könne für 2000 USD gebaut werden, und ich war so naiv es zu glauben.

Wir kauften dann ein Grundstück, ich machte ein Modell aus einer Kartonschachtel, einheimische Handwerker gingen ans Werk und bereits im Herbst 2009 weihten wir ein Gebäude ein für die Klassen 1 bis 3. 2010 war dann auch das zweite Gebäude erstellt und wir waren eine ausgewachsene Primarschule mit den Klassen 1 bis 6. Wir hatten bis dann etwa 15x mehr ausgegeben als Nabintu gemeint hatte. Zum Glück konnte ich damals mitmachen in der 1. Staffel von „Uf und devo“, der Auswanderer-Sendung von SRF. Ich machte nur mit unter der Bedingung, dass SRF das Schulprojekt in den Sendungen prominent zeigt und wir Spenden für das Projekt erhalten.

2010 gründeten wir in der Schweiz den Unterstützungsverein Maendeleo, im Kongo die Association Milondola aus lauter Einheimischen. Gemeinsam betreuen wir seither die Schule und die Projekte, die dazu gekommen sind. Nächstes Jahr können wit 10 Jahre Primarschule Milondola feiern, etwa 450 Kinder werden bis dann unsre Schule besucht haben. Im Jubiläumsjahr wird unsre Schule wachsen: Die Regierung der DR Kongo hat beschlossen, die Primarschule auf 8 Jahre aufzustocken. Da der Staat keine Schulhäuser baut, möchten wir 2019 ein zusätzliches Gebäude bauen und unsren SchülerInnen die zwei zusätzlichen Schuljahre anbieten.

Schulbesuch Januar/Februar 2017

Schulbesuch Januar/Februar 2017

Das LehrerInnenteam ist sehr konstant, nur eine Lehrerin zog nach der Heirat in die Stadt und musste ersetzt werden. Die Schule wird seit Beginn geleitet von Nabintu Lufungulo, die von den Unterrichtenden als „unsre Mama“ bezeichnet wird.
Weiterbildung trägt Früchte
Der Besuch zeigte, dass die Weiterbildung an der „Ecole les Gazelles“ in Kinshasa, die drei unsrer LehrerInnen in den Sommerferien 2016 besuchen konnten, erfolgreich war. An den Wandtafeln sehen wir viele Zeichnungen und grössere Schriften, so dass alle Kinder gut lesen können, die LehrerInnen unterrichten jetzt auch weniger im Befehlston. Die drei sind vom Kurs so begeistert, dass wir diesen Sommer wieder zwei Lehrpersonen nach Kinshasa schicken werden. Sie haben die Chance nicht nur einen zweiwöchigen Kurs bei "Les Gazelles" besuchen, sie können dort auch ein 6 wöchiges Praktikum machen.

Die Schulanlage braucht Unterhalt

Die Schulanlage und auch das Mobiliar zeigen nach 8 Jahren Verschleisserscheinungen: Hocker und Bänke müssen repariert oder ersetzt, die Waschanlagen im unteren Schulgebäude müssen erneuert werden. Dann haben wir mit dem Team auch besprochen, wie Böden und Wände in den Schulzimmern sauber gehalten werden können. Nicht einfach, wenn man weiss, dass es in Ikoma fast täglich regnet und kein Weg gekiest, geschweige denn asphaltiert ist. Wir wollen vorerst in zwei Schulzimmern Lösungen probieren: In den Sommerferien werden wir in einem Zimmer die Wände bis auf Fensterhöhe verputzten und streichn. Im Schulzimmer der Erstklässler, die im September beginnen, wollen wir die Wände mit Stoff (sogenannten Pagnes) verkleiden, und jedes Kind erhält Plastiksandalen (sogenannte Babouches), die sie im Schulzimmer tragen werden

2017: Der Schulgarten floriert. Wo sind all Ziegen? Der neue Agronom

2017: Der Schulgarten floriert. Wo sind all Ziegen? Der neue Agronom

Der Schulgarten zeigte beim Besuch im Februar 17 ein neues Gesicht. Seit Fiston Maheshe die Koordination übernommen hat, sind alle Felder bepflanzt mit Bohnen, Mais, Maniok, Auberginen. Es gibt eine kleine Baumschule, wo Bäumchen wachsen, die später verpflanzt werden, um Erosion am Steilhang zu verhindern; Orangenbäumchen werden vielleicht schon nächstes Jahr Früchte tragen.

Die wundersame Ziegenentmehrung
Damit die Kinder auch lernen können, wie sie Tiere halten können, gibt es in unserm Projekt, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner, ein Schaf und Ziegen. Die Ziegen sind allerdings unsre Sorgentiere. Warum? Sie scheinen sich zu ent- statt zu vermehren. Wir haben vor vier Jahren 30 Ziegen gekauft, die letzten zwei Jahre ist die Herde etwa gleich gross geblieben, dieses Jahr ist sie sogar kleiner geworden. Unsre Leute vor Ort bringen wenig überzeugende Antworten. Auch hier haben wir reagiert.
Augustin, unser neuer Agronom
2015 gaben wir einem jungen Agronomen die Chance nach dem Studium den Eintritt ins Erwerbsleben zu schaffen. Trotz intensivem Coaching war er von der Aufgabe überfordert. Wir haben ihn darum beim Besuch 2017 ersetzt durch Augustin Basimane. Augustin betreibt, selber Landwirtschaft, hat erfolgreich ein Berufsbildungs-Projekt durchgeführt und arbeitet seit Jahren als Korrespondent für Radio Maendeleo.