19. Februar: AFC/M23 verspricht …

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19. Februar: AFC/M23 verspricht billigeres Benzin, neue Personalausweise, Föderalismus

19.Februar: Info-Veranstaltung der M23 auf dem Place feu rouge, Bukavu.

Zehntausende waren heute auf verschiedenen Plätze in Bukavu, wo die M23/AFC (Alliance Fleuve Congo) ihr Programm vorstellte. Auf dem Place feu rouge, mitten in Bukavu, forderte François MUTABAZI die Bevölkerung Bukavus auf, wieder friedlich ihren Beschäftigungen nachzugehen, dann sagte er unter anderem:

Die Schulen aller Stufen öffnen wieder nächsten Montag.

Junge Männer und Frauen sind eingeladen, sich in grosser Zahl in die Armee einzutragen. Gefragt sind  hauptsächlich Leute mit Sekundar–, Hochschul- oder Universitäts-Ausbildung. Die AFC wolle eine disziplinierte und geordnete Armee aufbauen, in der Soldaten gut ausgebildet und bezahlt werden.

Die bisherigen staatlichen Wähler*innen-Ausweise (im Kongo so etwas wie die Identitätskarte in der Schweiz) verlieren ihre Gültigkeit und werden ersetzt durch Ausweise, die die AFC/M23 ausstellt.

Die Preise für Benzin werden gesenkt, damit fallen auch die Preise für Moto- und Auto-Taxis.

Gesenkt werde auch der Wechselkurs USD zum kongolesischen Franc.

Ziel der AFC/M23 sei es, die Hauptstadt Kinshasa zu erreichen. Am Ende der Reise werde (der politische Führer der M23/AFC) Corneille NANGAA Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Bertrand BISIMWA sein Vizepräsident.

Diese neue Regierung will dem Föderalismus als Regierungsform einführen. Die Provinzen erhalten die volle finanzielle Autonomie und müssen nicht mehr – wie bisher – 60 % ihrer Einnahmen an Kinshasa abzuführen.

Zum Schluss bittet er die Einwohner von Bukavu, in Harmonie zu leben. Sie sollen der AFC/M23 vertrauen, deren Vision es sei, die Provinz Süd-Kivu zu entwickeln.

Quelle: https://radiomaendeleo.org/bukavu-lessentiel-a-retenir-des-trois-premiers-meetings-de-lafc-m23/

Radio Maendeleo ist das Radio, bei dem Hansjörg Enz von 2008 bis 2010 gearbeitet hat.

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