Milondola-Agro – mehr Verantwortung an Schule und Elternkomitee

 

Es war ein Ziel unserer Projektreise im November/Dezember 2018: Wie weiter mit unserem Bauernhof? Der Besuch vor Ort zeigte wenig Entwicklung im Jahre 2018. Die meisten Felder sind bestellt, wir sehen Ziegen, Schafe, Kaninchen, Meerschweinchen, Schweine. Trotz mehrmaligen Absprachen existiert noch kein System, wie Produkte und Tiere vermarktet werden können. Erst wenige Eltern nutzen das Angebot, auf dem Bauernhof Schulgeld für ihre Kinder zu erarbeiten. Bereits in der ersten Woche lud unsre Organisation vor Ort die VertreterInnen der Schule, des Elternkomitees, der Dorfältesten und ehemalige SchülerInnen ein, um über die Zukunft des Agroprojektes zu diskutieren. Wir erfuhren, dass die Leute vor Ort wenig Bescheid wussten über Milondola-Agro, also unserem Bauernhof. Der neue Präsident und die neue Sekretärin des Elternkomitees sagten im persönlichen Gespräch, sie hätten sich gefragt, wohin die Erträge des Bauernhofes gingen. Man munkle, dort würde Geld erwirtschaftet für die Weissen. Sie hätten sich auch manchmal gefragt, warum die Felder nicht besser bestellt seien. Wir haben dann auch gefragt, ob wir den Bauernhof verkaufen sollen. Das führte zu massiven Protesten. Absolventen der Schule sagten, ihre Eltern hätten davon profitiert, dass sie das Schulgeld auf den Feldern erarbeiten konnten. Mitglieder des Elternkomitees sagten, jetzt wo sie mehr wüssten, wollten sie sich mehr engagieren. Sie schlugen auch vor, dass unser Agronom Fortbildungen machen soll für Eltern im Landbau und in der Aufzucht von Tieren. Wir alle waren dann erstaunt, als der Agronom seine Tierapotheke auspackte und erzählte, dass er eine Ausbildung als Para-Tierarzt absolviert habe. Einmal mehr wurde klar, Milondola-Agro hat viel mehr Potential als bislang genutzt wird, das soll besser werden 2019.

Unsere Organisation vor Ort hofft, endlich Wege zu finden das Potenzial besser zu nutzen.

2018: Sorgenkind Landwirtschaft

 Seit 7 Jahren betreibt unsre Partner-Organisation bei der Schule einen Bauernhof. Dort leben Tiere, das Land ist bebaut. Aufwand und Ertrag stehen aber in keinem sinnvollen Verhältnis. Das Hauptprojekt unsrer Organisation ist die Primarschule Milondola. Angegliedert ist ein kleiner Bauernhof mit einer knappen Hektare Land. 2011, zu Beginn des Projektes

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2017: Der Schulgarten floriert. Wo sind all Ziegen? Der neue Agronom

Der Schulgarten zeigte beim Besuch im Februar 17 ein neues Gesicht. Seit Fiston Maheshe die Koordination übernommen hat, sind alle Felder bepflanzt mit Bohnen, Mais, Maniok, Auberginen. Es gibt eine kleine Baumschule, wo Bäumchen wachsen, die später verpflanzt werden, um Erosion am Steilhang zu verhindern; Orangenbäumchen werden vielleicht schon nächstes

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