Banditen verhindern geplante Handwerksausbildung
Published by Hansjörg Enz on
Zimmermann-Meister muss fliehen
Es war alles aufgegleist. Ehemalige Schülerinnen und Schüler von Milondola hätten im August Ausbildungen beginnen können. Der Zimmermann- und der Maurer-Meister, die verantwortlich waren beim Bau-Etappen unserer Schule, hätten eine Gruppe von Lehrlingen ihr Handwerk beigebracht. Unser Verein wäre für Ausrüstung und einen kleinen Lohn für die Ausbildner aufgekommen. Von Beginn an hätten Lehrlinge an Objekten unserer Schule lernen können: Der Hangar (der frühere Stall) muss renoviert werden, die Toilette beim Saal wartet auf Fertigstellung.
Überfall in der Nacht, ein Mann erschossen...
Am 30. Juli kam die Nachricht, dass Banditen die Häusergruppe, wo der Zimmermann wohnt, überfallen hätten. Der Zimmermann konnte fliehen, einer seiner Neffen wurde erschossen. Zuerst war nicht klar, ob die Angreifer die Häuser ausrauben wollten. Später wurde klar, dass sie es auf den Zimmermann abgesehen hatten. Die Banditen hätten nach ihm gefragt. Der Zimmermann hält sich jetzt versteckt, es ist nicht klar, ob und wann er zurückkehren kann. Damit kann auch die Ausbildung nicht begonnen, denn für ein solches Projekt braucht es jemanden, dem man wirklich vertrauen kann, das haben wir lernen müssen. 2022 machte ich in Bukavu, zusammen mit dem damaligen Koordinator, einen Vertrag mit einem Motorrad-Mechaniker. Er hatte in einem Projekt von swisscontact im Hangar unserer Schule Ehemalige ausgebildet.
Er versprach, deren Ausbildung auf unsere Kosten ein halbes Jahr zu verlängern. Wir gaben ihm 600 USD zum Kauf von Werkzeug und Material, dazu das Yamaha-Motorrad unsrer Schule für die Fahrt zur Ausbildung. Das Geld und das Motorrad sind seither verschwunden, der Mechaniker unauffindbar……