{"id":9138,"date":"2024-12-02T18:52:42","date_gmt":"2024-12-02T16:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/maendeleo.ch\/wordpress\/?p=9138"},"modified":"2025-09-22T20:34:23","modified_gmt":"2025-09-22T18:34:23","slug":"schwieriges-leben-in-ikoma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/maendeleo.ch\/wordpress\/schwieriges-leben-in-ikoma\/","title":{"rendered":"Schwieriges Leben in Ikoma"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"9138\" class=\"elementor elementor-9138\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a26bb4f e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"a26bb4f\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e4a8e03 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"e4a8e03\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h4 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Schwieriges Leben in Ikoma<\/h4>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d3f8a90 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"d3f8a90\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-49a4b5b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"49a4b5b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Bericht unserer LehrerInnen<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><em>(redigiert von Bertin Mungombe, \u00fcbersetzt von DeepL, bearbeitet und zum besseren Verst\u00e4ndnis erg\u00e4nzt von hje)<\/em><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Ikoma ist die gr\u00f6sste Siedlung im Verwaltungsgebiet Walungu. Das Leben hier ist sehr schwierig. Seit Jahren produzieren unsere Felder kaum noch etwas. Wir leben haupts\u00e4chlich von S\u00fcsskartoffeln, die wir auf unseren kleinen Feldern anbauen. Wir leben in einer schwer zug\u00e4nglichen Gegend, mit wenigen, sehr schlechten Strassen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Das Zentrum von Mugogo, wo zweimal pro Woche ein Markt stattfindet, ist 7 Kilometer entfernt. Zu Fuss brauchen wir etwa eineinhalb Stunden nach Mugogo. Die Fahrt dorthin mit einem Moto-Taxi kostet 5 Dollar, bei schlechtem Wetter verlangen die Fahrer sogar 10 $, wenn sie denn \u00fcberhaupt fahren k\u00f6nnen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lebenssituation allgemein<\/strong><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Generell sind unsere Haushalte arm, die Lebensbedingungen schlecht, dies aufgrund des schlechten Bodens und der fehlenden Arbeit. Wir sind weit weg von der \u00f6rtlichen Verwaltung, wo es allenfalls Jobs g\u00e4be. Daher gehen auch die Jugendlichen, welche die Primarschule abschliessen k\u00f6nnen, in die nahen Bergbaugebiete, um etwas Geld zu verdienen. Aber wie viele kommen zur\u00fcck? Und diejenigen, die zur\u00fcckkehren, womit kehren sie zur\u00fcck? Vielleicht nur mit ihrem (nackten) Leben.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Landwirtschaft<\/strong><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Die Mehrheit der Haushalte kann wenig produzieren. Dies h\u00e4ngt damit zusammen, dass wenig Ackerland verf\u00fcgbar ist. Ein Grossteil des Bodens geh\u00f6rt zu verlassenen Bauernh\u00f6fen. Weil die Bodenertr\u00e4ge sehr niedrig sind, sind die Nachkommen der Besitzer nicht motiviert dort zu arbeiten. Die Menschen hier leben daher ohne Ern\u00e4hrungssicherheit. Nur wenige tapfere Menschen bebauen noch ihr Land und sorgen so f\u00fcr den Lebensunterhalt ihrer Familien. Wir bauen S\u00fcsskartoffeln, Maniok, Mais und etwas Gem\u00fcse an. 90% von uns sind abh\u00e4ngig von landwirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten. Die wenigen Felder, die noch Ertrag bringen, reichen nicht aus, um die gesamte Bev\u00f6lkerung zu ern\u00e4hren.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Viehzucht<\/strong><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Eigentlich sind wir Viehz\u00fcchter. Leider sind wir nicht in der Lage, Grossvieh anzuschaffen. Wir betreiben Kleinviehzucht: wir halten Ziegen, H\u00fchner, Kaninchen oder auch Meerschweinchen. Dies reicht jedoch nicht aus, um unsere Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen. Auch k\u00f6nnen Eltern oft nicht darauf warten, bis ihre Ziege ein Zicklein wirft. Sie verkaufen sie schon vorher, z.B. weil sie Kinder zur Schule schicken oder Schulden abbezahlen m\u00fcssen. Nachher k\u00f6nnen sie keine neue Ziege kaufen. Die Tiere, die noch zu sehen sind, geh\u00f6ren Familien, die es schaffen, die Viehzucht nach und nach wieder aufzunehmen.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Der \u00f6ffentliche Dienst<\/strong><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Ikoma ist weit entfernt von der \u00f6ffentlichen Verwaltung. Alle \u00c4mter befinden sich im Hauptort Walungu. Um dorthin zu gelangen, laufen wir eineinhalb Stunden oder bezahlen etwa 5 Dollar f\u00fcr ein Mototaxi.<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Die einzigen Staatsangestellten in Ikoma sind Lehrer, \u00fcberwiegend Primarlehrer mit einem mageren Einkommen. Sie erhalten weniger als 100 US-Dollar (250 000 Francs Congolais) pro Monat. Wie soll dieses kleine Gehalt aufgeteilt werden f\u00fcr eine zehnk\u00f6pfige Familie mit Vater und Mutter? Wer darf wie viel davon brauchen? Aber wenigstens haben die Lehrerfamilien ein regelm\u00e4ssiges Einkommen. Nach Sch\u00e4tzungen haben nur etwa 6% der kongolesischen Familien ein regelm\u00e4ssiges Einkommen!)<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kein Markt mehr<\/strong><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Wie gross die Armut in Ikoma ist, zeigt sich daran, dass wir nicht einmal mehr einen Markt im Dorf haben. Um Produkte wie Zucker oder Seife zu kaufen, m\u00fcssen wir zum Markt in Mugogo gehen. Dabei m\u00fcssen wir andere D\u00f6rfer durchqueren, und ist es nicht ausgeschlossen, dass wir bewaffneten R\u00e4ubern ausgeliefert sind. (Auf dem Heimweg von diesem Markt wurde 2021 ein Lehrer unserer Schule erschossen)<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcber elektrischen Strom zu sprechen, ist schwierig, da wir keinen haben. Um unsere Handys aufzuladen, m\u00fcssen wir entweder selbst nach Mugogo gehen oder die Handys einsammeln und sie einer Person geben, die sie zum Aufladen bringt. (Anmerkung: Demn\u00e4chst k\u00f6nnen Handys an unserer Schule geladen werden.)<\/p><p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Bildung<\/strong><\/p><p style=\"font-weight: 400;\">Es ist schon schwierig, dass das Geld f\u00fcr das Essen reicht, wie schwierig ist es dann, die Kinder zur Schule zu schicken? Die Eltern k\u00e4mpfen darum, dass ihre Kinder wenigstens 6 Jahre zur Schule gehen und das Grundschul-Zertifikat erwerben k\u00f6nnen. Nur wenige Kinder gehen danach weiter zur Schule. Es gibt zu wenige Organisationen oder NGOs, die uns in diesem Bereich helfen.\u00bb<\/p><p style=\"font-weight: 400;\">(Anmerkung hje.: Die 6j\u00e4hrige Sekundarschule kostet monatlich 5 bis 10 Dollar, von ca. 25 Kindern, die in Ikoma jedes Jahr die 6. Klasse abschliessen, beginnen nur 2 bis 3 die Sekundarschul-Ausbildung, die nochmal 6 Jahre dauert).<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwieriges Leben in Ikoma Ein Bericht unserer LehrerInnen (redigiert von Bertin Mungombe, \u00fcbersetzt von DeepL, bearbeitet und zum besseren Verst\u00e4ndnis erg\u00e4nzt von hje) Ikoma ist die gr\u00f6sste Siedlung im Verwaltungsgebiet Walungu. Das Leben hier ist sehr schwierig. Seit Jahren produzieren unsere Felder kaum noch etwas. 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