Berufungsprozess im Fall Kamehre

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Kabinettschef Vital Kamerhe und der libanesische Geschäftsmann Samih Jammal waren in erster Instanz wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder, Korruption und Geldwäsche zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Das Berufungs-Gericht trat am 24 Juli im Kongresszentrum nahe dem Zentralgefängnis in Kinshasa zusammen, wo die Angeklagten einsitzen. Das Berufungsgericht kann den Prozess entweder mit Zeugenaussagen ganz neu aufrollen oder beurteilen auf Grund der Beweismittel aus dem ersten Prozess.
Samih Jammal
Amida Shatur Kamehre
Erst-Gericht war zum Schluss gekommen, dass die Kamerhe und Jammal im Zusammenhang mit der Vergabe von Bauaufträgen 48,8 Millionen unterschlagen haben. Es ordnete an, dass die Gelder von Konten von Kamerhe, seiner Frau Amida Shatur und von zwei Verwandten eingezogen werden. Zudem wird ein Hotel beschlagnahmt, das der Kamerhe-Clan gekauft haben soll.
Das Erst-Gericht bestimmte zudem, Kamerhe, der bisherige Kabinetts-Chef von Präsident Tshisekedi, nach der Verbüssung der Strafe 10 weitere Jahre kein Amt in Politik, Verwaltung und parastaatlichen Organisationen annehmen darf.Bei den Präsidenten-Wahlen im Dezember 2018 war Kamerhe gemeinsam mit Tshisekedi angetreten. Im Wahlkampf hatten die beiden verkündet, dass Tshisekedi eine erste Amtszeit von 5 Jahren als Präsident dienen würde. Sollte ihre Partei danach die Wahlen nochmals gewinnen, würde Kamerhe das Präsidentenamt übernehmen.
Vital Kamehre