COVID beherrscht die Welt, jedenfalls im Moment. Unsere Schule in Ikoma ist seit April geschlossen, ob sie im September wieder aufmachen kann, ist noch unklar. In der Stadt Bukavu, etwa 30 km weit von der Schule entfernt, gibt es viele Fälle, mehr als die Hälfte des Pflegepersonals in den Spitälern sei positiv getestet, hört man, es gab auch viele Todesfälle. Isolation, Abstand halten … in den Quartieren von Bukavu, wo die Ärmsten leben, unmöglich. Ein Wasserhahn für zwei Häuser.. nicht mal das Händewaschen kann garantiert werden.

Auf dem Lande sei die Situation weniger schlimm. Dörfer sind meist Streusiedlungen, und die Menschen leben selbstversorgt, mehr schlecht als recht, aber sie sind nicht so nah aufeinander. Zu Beginn der Epidemie ist der Irrglaube, COVID19 sei ein Hirngespinst der Weissen und existiere gar nicht, wohl entscheidender. Erst nach Berichten über die ersten COVID-Toten in der Stadt begann das nötige Umdenken.

Unsere Organisation im Kongo hat sich mit den Medizinischen Einrichtungen in Walungu (Politischen Einheit zu der Ikoma gehört) zusammengetan und eine Sensibilisierungskampagne durchgeführt. Unsere Lehrer, die Lehrerinnen und das „Comité des Parents“ wurden durch das Medizinische Personal unterrichtet. Dann wurden Flyer mit Piktogrammen in der lokalen Sprache erstellt und verteilt.  An fünf sogenannten „lave-mains“ oder „points d’eau“ (temporäre Lavabos) konnten sich die Menschen die Hände waschen und desinfizieren und Masken sowie eine Seife abholen. Der Flyer wurde dort ebenfalls abgegeben. Auszug aus dem Mail unseres Koordinators Fiston Maheshe von Ende Juni:
A Ikoma , ou Walungu en général , aucun cas déjà déclaré jusque là. Mais, l’analyse que je peux faire ici est que  il y a des échantillons de Walungu qui ont été envoyé au centre de dépistage et on attend encore les résultats. 
Une bonne nouvelle pour nous est que Bukavu a déjà un centre de dépistage opérationnel. 
Pour la sensibilisation à Ikoma, les matériels sont sur place, les enseignants se sont bien lancés sur le terrain avec l’aide des infirmiers du milieu. La bonne chose est que tous les membres proches de l’école sont impliqués. 

  • Les cache-nez: plus de 520 ont été distribué, 
  • Plus de 1500 savons de lavage en cours de distribution, 
  • 5 points d’eau de lavage de mains sont installés, 
  • et les spots de sensibilisation obtenu à la radio sont diffusé par une bafle à son dans le village,
  • Plus de 1000 flyers sont attendus à Ikoma cette semaine

Übersetzung:
In Ikoma oder Walungu ganz generell ist noch kein Fall aufgetreten. Aber ich sehe, dass einige Tests nach Bukavu ins Labor gesendet wurden, diese Resultate sind noch ausstehend (27. Juni). Es ist gut, dass wir in BUkavu schon ein Labor haben für diese Tests.
Für unsere Sensibilisationskampagne sind die Materialien vor Ort, und die LehrerInnen haben sich mit Hilfe der lokalen KrankenpflegerInnen in die Arbeit gestürzt. Alle Personen, die mit der Schulein Verbindung stehen sind in diese Arbeit eingebunden.

  • Mehr als 520 Masken sind verteilt worden
  • Mehr als 1500 Seifen werden verteilt
  • 5 temporäre Lavabos wurden installiert
  • Die Radiospots zur Information über Corona werden im Dorf via Lautsprecher gesendet
  • Etwa 1000 Flyer werden verteilt werden

Am Skype-Austausch vom Samstag 18. Juli, also nach den ersten intensiven Tage der Sensibilisation, erzählten dann die Mitglieder der Equipe, dass man sie nun im Dorf erkenne, und dass die Menschen sehr dankbar seien für die Informationen und die praktische Hilfe mit Masken und Seifen. Es hat noch etwa 200 Seifen und einige Dutzend Masken, unsere Equipe bleibt dran. 3 der Lavabos werden in permanente Wasserstellen umgebaut, so können sich die Leute besser verteilen.