Seit 7 Jahren betreibt unsre Partner-Organisation bei der Schule einen Bauernhof. Dort leben Tiere, das Land ist bebaut. Aufwand und Ertrag stehen aber in keinem sinnvollen Verhältnis.

Das Hauptprojekt unsrer Organisation ist die Primarschule Milondola. Angegliedert ist ein kleiner Bauernhof mit einer knappen Hektare Land.

2011, zu Beginn des Projektes hofften wir, dass die Lndwirtschaft drei Aufgaben erfüllen könnte:

  • Familien, die das Schulgeld nicht bezahlen können, arbeiten dafür auf dem Bauernhof.
  • Die Kinder der oberen Klassen lernen etwas über Tierhaltung und Pflanzenanbau.
  • Erträge aus dem Bauernhof helfen langfristig, die Schule mitzufinanzieren.

Resultat ist ernüchternd

Wer den Bauernhof jetzt besucht, findet dort einen Stall, einfache Unterkünfte für den Agronomen und den Wächter, er sieht Ziegen, Schafe, Hühner, Meerschweinchen, auf den Feldern sieht er Maniokpflanzen, Bohnen, Kohlköpfe: das Projekt scheint zu florieren.

Was BesucherInnen nicht sehen, sind die Probleme dahinter: Der finanzielle Aufwand für einen Teilzeit-Agronomen, einen Wächter, Bau und Unterhalt der Gebäude, Saatgut übersteigt die Einnahmen bei weitem. Der Verkauf der Ernte ist schlecht organisiert. Der Unterricht in Landbau findet unregelmässig statt, die Eltern für die „Fron-Arbeit“ zu motivieren, und diese zu organisieren, ist schwierig, der Tierbestand wächst kaum oder gar nicht. So kauften wir vor 3 Jahren wir 36 Ziegen, jetzt, im Sommer 2018 sind es noch 23.

Die „Familie“ sucht nach Lösungen

Mit unserer Partner-Organisation Milondola haben wir nach Verbesserungen gesucht, sie haben zweimal den Agronomen ausgewechselt, Elternversammlungen gemacht. Es hat sich kaum etwas geändert. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren. Für uns ist klar: Wir müssen eine Lösung finden, die unser Budget viel weniger belastet. Wir haben die „famille“ aufgefordert, Ideen zu entwickeln, die im bei unserm Besuch im November diskutieren.

Unter „Familie“ verstehen wir alle, die am Projekt beteiligt sind: Lehrpersonen, Elternrat, Agronom, die Kollegen der Partner-Organisation Milondola.