und jetzt auch noch Ebola
Published by Hansjörg Enz on
20. Mai: Ebola erreicht Bukavu
„In einem Spital in Bukavu liegt bereits eine Person, die an Ebola erkrankt ist“, sagte mir Bertin, unser Gewährsmann vor Ort, gestern, am 20. Mai. Er wisse das von einem Arzt. Heute bestätigt das die M23, die Rebellenarmee, die seit Februar 25 Bukavu und grosse Teile des Nord- und Südkivu erobert hat. Kann es sein, dass Ebola sich so schnell verbreitet? Die ersten Verdachtsfälle wurden am 5. Mai 2026 aus der Ituri-Provinz gemeldet, etwa 600 Kilometer von Bukau entfernt. Am 16. Mai meldete Uganda zwei Fälle. Besonders alarmierend ist, dass es dieses Mal das Bundibugyo-Ebolavirus ist, das sich verbreitet. Anders als bei der Zaire-Variante gibt es gegen das Bundibugyo-Virus weder Impfung noch spezielle Gegenmittel. Im Frühstudium haben Infizierte Fieber, sind erschöpft, sie haben Muskel-, Kopf- oder Halsschmerzen, also keine Symptome, die nur auftreten beim Bundibugyo-Virus. Aus früheren Ausbrüchen dieser Virus- Variante weiss man, dass 30 bis 50% der Erkrankten sterben. Anstecken kann sich, wer mit Blut oder Speichel in Kontakt kommt von Personen, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist . Eine Übertragung über die Luft oder durch Tröpfchen wie bei Erkältung oder Covid ist nicht möglich. Aber nur wenige Ebola-Viren reichen für eine Ansteckung, erkranken kann z.B. wer mit Kleidern von Erkrankten in Kontakt kommen.
Genau das befürchtet ein Mototaxi-Fahrer, dass er via Kleider selber infiziert wird, dass er seine Familie, andere ansteckt. Er sagte dem Reporte auch, dass er Angst habe zu sterben.
Bertin berichtete mir schon gestern, dass die M23 den Taxifahrern verboten hätten, mehr als 2 Personen auf einmal zu transportieren. Soldaten der M23 gingen jetzt auch von Haus zu Haus. Sie kotrollierten, ob vor der Haustüre ein Becken mit sauberem Wasser und Seife stehe, damit sich die Leute die Hände waschen können. Wo das nicht der Fall sei, verteilten sie Bussen. Die M23 erfindet immer wieder Möglichkeiten, um Geld von den Bukaver*innen zu erhalten.
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